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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Version 1.0

Christina Junkmann

Albert-Rosshaupter-Straße 25

81369 München

AGB-Stand: 05.06.2026

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner und Begriffsbestimmungen

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der webbasierten Software-as-a-Service-Anwendung „ProfitPilot“ (nachfolgend „ProfitPilot“, „Plattform“ oder „Anbieterin“) durch registrierte Kunden (nachfolgend „Nutzer“). ProfitPilot wird von Christina Junkmann, Albert-Rosshaupter-Straße 25, 81369 München, als Einzelunternehmerin und Kleinunternehmerin im Sinne von § 19 UStG betrieben.

1.2 ProfitPilot ist eine webbasierte SaaS-Anwendung zur Profitabilitätsberechnung, Margenkalkulation, Auftragskalkulation und Durchführung von Wirtschaftlichkeitsanalysen für Projekte und Kunden von Freelancern, Agenturen und sonstigen Dienstleistern. Die Anwendung ist als Browser-App nutzbar und für die mobile Nutzung optimiert.

1.3 Diese AGB gelten für sämtliche, auch zukünftige, Verträge über die unentgeltliche und entgeltliche Nutzung von ProfitPilot einschließlich etwaiger Zusatzfunktionen, soweit nicht im Einzelfall ausdrücklich abweichende Regelungen getroffen werden.

1.4 ProfitPilot richtet sich insbesondere an Freelancer, Agenturen und Dienstleister. Nutzer sind daher Unternehmer im Sinne des §14 BGB. Die Anbieterin schließt keine Verträge mit Verbrauchern.

1.5 Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, selbst wenn die Anbieterin ihnen nicht ausdrücklich widerspricht oder Leistungen vorbehaltlos erbringt. Abweichende Vereinbarungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der ausdrücklichen Bestätigung in Textform.

1.6 „Freemium-Version“ bezeichnet die kostenfreie Nutzung von ProfitPilot mit begrenztem Funktions- bzw. Nutzungskontingent. „Premium Version“ bezeichnet die entgeltliche Nutzung im Rahmen eines Abonnements oder einer dauerhaften Premium Freischaltung. Der „Lifetime“ Zugang ist ein gesondertes, gegen Einmalzahlung erworbenes Produkt.

1.7 Zwischen den Parteien getroffene Individualvereinbarungen gehen diesen AGB vor, soweit sie von diesen abweichen und in Textform vereinbart sind.

1.8 Im Übrigen gelten diese AGB ergänzend zu den im Bestellprozess dargestellten wesentlichen Vertragsbedingungen (Tarif, Laufzeit, Preis, Leistungsumfang)

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

2.1 Vertragsgegenstand ist die Bereitstellung von ProfitPilot als webbasiertes Software-as-a-Service-Angebot zur Nutzung über einen Internet-Browser. Eine Installation der Software beim Nutzer ist nicht geschuldet.

2.2 ProfitPilot ermöglicht insbesondere:

  • die Eingabe und Verwaltung von Umsatzdaten, Projektdaten, Mitarbeiter- und Stundensätzen sowie sonstigen Kostenparametern,
  • die Zuordnung zu Kunden, Projekten und Aufträgen (inkl. Kunden- und Projektnamen),
  • die Berechnung von Margen, Zielpreisen und Projekt- bzw. Auftragsprofitabilität auf Basis der eingegebenen Parameter,
  • Auswertungen zur Wirtschaftlichkeit einzelner Aufträge, Kunden oder Projekte.

2.3 Die genaue Funktionalität, Produktbeschreibung und Vorteile von ProfitPilot ergeben sich ergänzend aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website der Anbieterin. Diese Beschreibung, Abbildungen, Demo-Screenshots oder Beispielrechnungen dienen der Veranschaulichung, stellen jedoch – sofern nicht ausdrücklich als „garantiert“ oder „zugesichert“ bezeichnet – keine Beschaffenheitsgarantie dar.

2.4 Die Anbieterin schuldet die Bereitstellung von ProfitPilot mit den im Zeitpunkt des Vertragsschlusses im Angebot oder auf der Website beschriebenen Kernfunktionen; ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg (z.B. Sicherung bestimmter Gewinnmargen, Erreichen definierter Umsätze oder Preise) ist nicht geschuldet.

2.5 Die Anbieterin stellt die für den Betrieb von ProfitPilot erforderliche Server- und Systemumgebung über Drittanbieter (Cloud-/Hosting-Provider) zur Verfügung. Der Nutzer hat keinen Anspruch auf Bereitstellung einer bestimmten System- oder Serverkonfiguration.

2.6 Die Anbieterin erbringt ihre Leistungen ausschließlich im Rahmen der technischen und betrieblichen Möglichkeiten. Es besteht kein Anspruch auf eine zu jeder Zeit und vollständig unterbrechungsfreie Nutzung von ProfitPilot.

2.7 Die Nutzung von ProfitPilot setzt eine aktuelle, marktübliche Browser-Version, eine stabile Internetverbindung sowie ein geeignetes Endgerät voraus. Diese Voraussetzungen liegen im Verantwortungsbereich des Nutzers. Die jeweils empfohlenen technischen Mindestanforderungen werden auf der Website der Anbieterin oder innerhalb der Anwendung mitgeteilt und können an den technischen Fortschritt angepasst werden. Die Anbieterin ist nicht verpflichtet, die Kompatibilität von ProfitPilot mit veralteten oder nicht mehr vom Hersteller unterstützten Betriebssystemen oder Browserversionen sicherzustellen. Einschränkungen der Nutzbarkeit, die hierauf oder auf Störungen der Internetverbindung im Verantwortungsbereich des Nutzers beruhen, stellen keinen Mangel der Leistungen der Anbieterin dar.

§ 3 Registrierung, Nutzerkonto und Account-Sicherheit

3.1 Die Nutzung von ProfitPilot setzt die Einrichtung eines Nutzerkontos voraus. Hierzu ist eine Registrierung über die Website der Anbieterin erforderlich. Die Registrierung steht ausschließlich Unternehmern im Sinne des §14 BGB zur Verfügung. Die Anbieterin darf im Bedarfsfall geeignete Beweise, wie beispielsweise die Ust-ID oder Firmendaten, verlangen. Gibt der Nutzer unzutreffend an, Unternehmer zu sein, ist die Anbieterin berechtigt, das Nutzerkonto zu sperren oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

3.2 Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße, aktuelle und vollständige Angaben zu machen und diese während der Nutzungsdauer aktuell zu halten.

3.3 Der Zugang zu dem Nutzerkonto erfolgt über personalisierte Zugangsdaten (z.B. E-Mail-Adresse und Passwort). Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und gegen unbefugten Zugriff zu sichern. Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte ist mit Ausnahme der Ziffern 12.5 und 12.6 unzulässig.

3.4 Stellt der Nutzer fest oder besteht der Verdacht, dass seine Zugangsdaten unbefugten Dritten bekannt geworden sind, hat er dies der Anbieterin unverzüglich mitzuteilen und sein Passwort unverzüglich zu ändern.

§ 4 Leistungsmodelle

4.1 Nach der Registrierung kann der Nutzer ProfitPilot zunächst im Rahmen einer unentgeltlichen Freemium-Version testen. Der konkrete Umfang der Freemium-Nutzung ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung im Bestell-/Registrierungsprozess und auf der Website der Anbieterin.

4.2 Ab Überschreitung des im Freemium-Modell vorgesehenen Kontingents wird der Zugriff auf weitere Funktionen oder Datensätze durch eine Paywall beschränkt. Für die fortgesetzte erweiterte Nutzung ist der Abschluss eines entgeltlichen Tarifs (Premium-Abo oder „Lifetime“-Zugang) erforderlich.

4.3 Die Anbieterin bietet – je nach aktueller Produktgestaltung – insbesondere folgende entgeltliche Modelle an:

  • monatliche Abonnements mit wiederkehrender Vergütung („Premium-Abo“),
  • mittels Rabatt-/ Gutscheincode gewährte dauerhafte Premium-Freischaltungen nach Maßgabe des §7 und §9.
  • einen gegen Einmalzahlung zu erwerbenden „Lifetime“ Zugang nach Maßgabe des §7.

4.4 Der konkrete Leistungsumfang der Versionen (Freemium/Premium) ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung im Bestellprozess und auf der Website der Anbieterin. Die Anbieterin ist nach Maßgabe von §10 berechtigt, den Leistungsumfang anzupassen.

4.5 Die Freemium-Version begründet keinen Anspruch auf Abschluss eines entgeltlichen Vertrags. Ebenso besteht kein Anspruch darauf, dass bestimmte Freemium-Features dauerhaft kostenlos zur Verfügung stehen.

4.6 Sämtliche Leistungsmodelle stehen nur Unternehmern im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zur Verfügung.

§ 5 Vertragsschluss bei kostenpflichtigen Tarifen

5.1 Der Vertrag über einen entgeltlichen Premium Tarif (monatliches Abonnement) oder einen entgeltlichen „Lifetime“ Zugang sowie über im Einzelfall eingeräumte dauerhafte Premium Freischaltungen kommt zustande, wenn der Nutzer innerhalb seines bestehenden Nutzerkontos den gewünschten Tarif/Produkttyp auswählt, die Bestelldaten prüft und den Bestellvorgang durch Betätigung der entsprechend gekennzeichneten Schaltfläche („kostenpflichtig bestellen“ o.Ä.) abschließt.

5.2 Vor Abgabe seiner Vertragserklärung werden dem Nutzer die wesentlichen Vertragsbestandteile (Tarif, Laufzeit, Preis, Zahlungsweise, Leistungsumfang) in einer Bestellübersicht angezeigt. Etwaige Eingabefehler kann der Nutzer vor Abgabe der Bestellung korrigieren.

5.3 Die Anbieterin bestätigt den Eingang der Bestellung unverzüglich per E-Mail. In dieser Bestätigung sind die Vertragsinhalte nochmals wiedergegeben. Die Bestätigung stellt gleichzeitig die Annahme des Vertragsangebotes dar, sofern nicht ausdrücklich abweichend erklärt. Spätestens mit der Freischaltung des Zugangs zu den Leistungen kommt der Vertrag zustande. Erfolgt die Zahlung unmittelbar über einen Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe), kommt der Vertrag bereits mit erfolgreichem Abschluss des Zahlungsvorgangs zustande.

5.4 Ein Widerrufsrecht besteht nicht, da der Vertrag ausschließlich mit Unternehmern geschlossen wird.

§ 6 Laufzeiten, Verlängerung und Kündigung von Abonnements

6.1 Das monatliche Abonnement wird auf unbestimmte Zeit mit monatlicher Abrechnungsperiode geschlossen. Die Mindestlaufzeit beträgt einen Monat.

6.2 Das Abonnement kann von beiden Parteien jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode in Textform gekündigt werden. Maßgeblich ist der Zugang der Kündigungserklärung.

6.3 Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Abonnement automatisch um jeweils eine weitere Abrechnungsperiode (monatlich).

6.4 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn

  • der Nutzer trotz Mahnung und Fristsetzung von mindestens 14 Tagen mit der Zahlung fälliger Beträge in Verzug ist,
  • der Nutzer wiederholt oder schwerwiegend gegen diese AGB verstößt,
  • der Nutzer ProfitPilot missbräuchlich nutzt oder die Sicherheit der Plattform gefährdet.

6.5 Kündigungen können über die in der Plattform vorgesehenen Funktionen, per E-Mail oder in sonstiger Textform erklärt werden.

§ 7 Dauerhafte Premium-Freischaltungen und „Lifetime“-Zugänge; Laufzeitbegrenzung und Einstellung des Dienstes

7.1 Die Anbieterin kann dem Nutzer auf Grundlage von Rabatt-/Gutscheincodes dauerhafte Premium-Freischaltungen gewähren. Ein Anspruch auf Einräumung besteht nicht.

7.2 Der „Lifetime“-Zugang ist ein entgeltliches Produkt, das den Nutzer zur Nutzung der jeweils aktuellen Version von ProfitPilot im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs für die Dauer des Bestehens und Betriebs der Plattform durch die Anbieterin berechtigt. „Lifetime“ bezeichnet keine zeitlich unbegrenzte Bereitstellung im technischen Sinne, sondern die übliche Lebens- und Produktdauer der Plattform.

7.3 Die Anbieterin ist berechtigt, den Betrieb von ProfitPilot insgesamt einzustellen, wenn hierfür ein sachlicher Grund vorliegt (z.B. wirtschaftliche Unzumutbarkeit, technische oder rechtliche Unmöglichkeit, Betriebsaufgabe). Die Einstellung ist mit einer Frist von mindestens sechs Monaten in Textform anzukündigen.

7.4 Die Anbieterin ist berechtigt, bei Verstößen gegen diese AGB oder bei missbräuchlicher Verwendung die dauerhafte Premium-Freischaltung zu widerrufen bzw. das Nutzungsverhältnis hinsichtlich des „Lifetime“-Zugangs aus wichtigem Grund zu kündigen.

7.5 Die Anbieterin ist berechtigt, Funktionen und Leistungsumfang nach Maßgabe des §11 anzupassen. Soweit solche Anpassungen die wesentliche Nutzbarkeit nicht entfallen lassen, besteht kein Anspruch auf Rückabwicklung oder Minderung.

7.6 Das Entgelt für den „Lifetime“-Zugang ist als Einmalbetrag im Voraus fällig (§8). Eine (anteilige) Rückerstattung erfolgt nicht, soweit der Betrieb bis zum mitgeteilten Einstellungszeitpunkt entsprechend dieser Bestimmung aufrechterhalten wurde.

§ 8 Preise, Zahlungsbedingungen und Zahlungsabwicklung

8.1 Die aktuellen Preise für Premium-Abonnements und dauerhafte Premium-Freischaltungen ergeben sich aus der jeweiligen Preisübersicht im Bestellprozess. Es handelt sich um Endpreise. Aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

8.2 Die Entgelte für Abonnements sind jeweils zu Beginn der Abrechnungsperiode im Voraus fällig und werden über das gewählte Zahlungsmittel automatisch eingezogen. Die erste Abrechnungsperiode beginnt mit dem Abschluss des Abonnements. Der Preis für einen „Lifetime”-Zugang ist im Voraus in einer Summe fällig.

8.3 Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Es gelten ergänzend die Nutzungsbedingungen von Stripe, die dem Nutzer im Rahmen des Zahlungsprozesses zur Kenntnis gebracht werden.

8.4 Mit Auswahl einer von Stripe angebotenen Zahlungsart ermächtigt der Nutzer Stripe und die Anbieterin, die fälligen Beträge über das gewählte Zahlungsmittel einzuziehen. Gelingt der Einzug nicht, ist der Nutzer verpflichtet, die ausstehenden Beträge unverzüglich auf anderem Wege auszugleichen. Rechnungen werden dem Nutzer in elektronischer Form im Nutzerkonto oder per E-Mail bereitgestellt. Bei fehlgeschlagenen Einzügen kann die Anbieterin den erneuten Einzug versuchen und – nach Hinweis – alternative Zahlungsmittel verlangen.

8.5 Gerät der Nutzer mit Zahlungen ganz oder teilweise in Verzug, ist die Anbieterin berechtigt,

  • das Nutzerkonto oder einzelne Funktionen vorübergehend zu sperren,
  • Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie etwaige gesetzlich zulässige Pauschalen zu verlangen,
  • nach vorheriger Fristsetzung das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund zu kündigen.

8.6 Im Falle einer berechtigten Rückbuchung oder eines Zahlungsverlustes aus Gründen aus der Sphäre des Nutzers hat dieser der Anbieterin die hierdurch entstehenden, nachweisbaren Kosten zu erstatten.

§ 9 Rabattcodes und Gutscheine

9.1 Die Anbieterin kann dem Nutzer Rabattcodes oder Gutscheine zur Verfügung stellen. Diese sind – sofern nicht anders angegeben – nicht übertragbar, nicht veräußerbar und nicht gegen Bargeld einlösbar. Rabattcodes können zeitlich begrenzt oder einmalig pro Nutzer einlösbar sein. Eine Kombination mehrerer Codes ist nur zulässig, sofern dies im Einzelfall ausdrücklich zugelassen ist. Rabattcodes und Gutscheine begründen keinen Anspruch auf Erwerb eines „Lifetime“-Zugangs - eine dauerhafte Premium-Freischaltung nach Ziffer 7.1 kann hiervon unberührt im Einzelfall gewährt werden.

9.2 Eine dauerhafte Premium-Freischaltung kann auf Grundlage bestimmter Codes gewährt werden. Die Anbieterin ist berechtigt, Codes bei Missbrauch, Umgehung technischer Schutzmaßnahmen oder unbefugter Nutzung zu sperren.

9.3 Rabattcodes beeinflussen den im Zahlungsprozess über Stripe ausgewiesenen Rechnungsbetrag. Bei Verdacht auf Missbrauch ist die Anbieterin zur Stornierung der Einlösung und zur Nachberechnung berechtigt.

9.4 Ist ein Rabatt auf eine bestimmte Anzahl von Abrechnungsperioden begrenzt (z. B. „20 % für 3 Monate”), gilt nach deren Ablauf automatisch der jeweils reguläre Preis des gebuchten Tarifs. Die Dauer des Rabatts wird im Bestellprozess angezeigt. Das Recht zur Kündigung nach § 6 bleibt unberührt.

§ 10 Technische Verfügbarkeit, Wartung, Updates und Wartungsfenster

10.1 Die Anbieterin stellt ProfitPilot grundsätzlich 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche zur Verfügung. Sie bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit im Jahresmittel, ein bestimmter Verfügbarkeitsprozentsatz wird jedoch nicht garantiert.

10.2 Zur Sicherstellung von Funktionalität, Sicherheit und Aktualität ist die Anbieterin berechtigt, Wartungsarbeiten durchzuführen. Soweit möglich, werden planbare Wartungsfenster so gelegt, dass die Nutzung nur geringfügig beeinträchtigt wird.

10.3 Während Wartungsfenstern kann ProfitPilot vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sein. Wartungsfenster gelten nicht als Ausfallzeiten im haftungsrechtlichen Sinne.

10.4 Die Anbieterin ist berechtigt, Updates, Upgrades und sonstige Änderungen an der technischen Infrastruktur und der Software vorzunehmen (z.B. zur Fehlerbehebung, Sicherheitsverbesserung, Anpassung an neue Systemumgebungen). Hieraus resultierende kurzzeitige Funktionsbeeinträchtigungen begründen keine Ansprüche des Nutzers, soweit sie in einem zumutbaren Rahmen bleiben.

10.5 Störungen der Verfügbarkeit, die auf Ereignisse außerhalb des Einflussbereichs der Anbieterin zurückzuführen sind (insbesondere Ausfälle von Rechenzentren, Netzstörungen, Ausfälle von Cloud-/Infrastruktur-Dienstleistern oder Stripe), führen nicht zu einer Haftung, soweit die Anbieterin die Störung nicht zu vertreten hat.

§ 11 Leistungsänderungen, Funktionsanpassungen und Einstellung von Services

11.1 Die Anbieterin ist berechtigt, ProfitPilot fortlaufend weiterzuentwickeln und den Funktionsumfang anzupassen, sofern

  • dadurch die wesentlichen Hauptleistungspflichten gegenüber dem Nutzer nicht entfallen und
  • die Änderungen für den Nutzer zumutbar sind.

11.2 Zumutbare Änderungen sind insbesondere:

  • Hinzufügung neuer Funktionen,
  • Anpassung der Benutzeroberfläche,
  • Änderung oder Austausch technischer Komponenten,
  • Wegfall oder Modifikation einzelner Nebenfunktionen, sofern ein vergleichbarer Nutzen auf andere Weise erhalten bleibt.

11.3 Über wesentliche Änderungen, die sich spürbar auf die Nutzung auswirken, informiert die Anbieterin den Nutzer rechtzeitig in Textform oder innerhalb der Anwendung.

11.4 Führt eine Änderung ausnahmsweise dazu, dass eine vertraglich zugesagte Hauptfunktion dauerhaft entfällt, hat der Nutzer im Falle eines laufenden Abonnements das Recht, den Vertrag außerordentlich zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung zu kündigen. Für dauerhafte Premium-Freischaltungen und „Lifetime“-Zugänge gilt ergänzend §7 (insbesondere Ziffer 7.3).

11.5 Die Anbieterin kann dem Nutzer zeitweise Funktionen als Beta- oder Testfunktionen zur Verfügung stellen. Solche Funktionen sind als „Beta“, „Test“ oder ähnlich gekennzeichnet.

11.6 Beta-Funktionen können Fehler enthalten und stehen ggf. nur mit eingeschränkter Verfügbarkeit zur Verfügung. Sie werden ohne Zusicherung einer bestimmten Beschaffenheit und ohne Gewährleistung eines störungsfreien Betriebs bereitgestellt.

11.7 Die Anbieterin ist berechtigt, Beta-Funktionen jederzeit einzuschränken oder einzustellen. Aus der Nutzung von Beta-Funktionen ergeben sich keine Ansprüche auf dauerhafte Bereitstellung bestimmter Funktionalitäten.

§ 12 Pflichten des Nutzers und Verantwortlichkeit

12.1 Der Nutzer ist für sämtliche von ihm eingegebenen Daten, Parameter und Inhalte (Umsätze, Kosten, Stundensätze, Projektdaten, Kundennamen etc.) allein verantwortlich. Die Anbieterin prüft diese Eingaben nicht auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder Plausibilität.

12.2 Berechnungen, Margen, Zielpreise und Profitabilitätsauswertungen hängen maßgeblich von den durch den Nutzer eingegebenen Daten ab. Der Nutzer ist verpflichtet, die Ergebnisse eigenverantwortlich zu prüfen und vor Verwendung im Geschäftsverkehr auf Plausibilität und Vereinbarkeit mit gesetzlichen Vorgaben (insbesondere steuer-, handels- und verbraucherschutzrechtliche Vorschriften) zu kontrollieren.

12.3 Der Nutzer hat dafür Sorge zu tragen, dass die Nutzung von ProfitPilot und die auf Basis der Ergebnisse getroffenen Entscheidungen den jeweils geltenden rechtlichen Anforderungen (z.B. Preisangaben, Steuerpflichten, Umsatzsteuer, Anwendung der Kleinunternehmerregelung, arbeitsrechtliche Vorgaben bei Stundensätzen) entsprechen.

12.4 Der Nutzer ist verpflichtet, regelmäßig eigene Sicherungskopien seiner eingegebenen Daten und Exporte (z.B. Tabellen, CSV-Dateien, PDFs) anzufertigen, soweit dies über die bereitgestellten Funktionen möglich ist. ProfitPilot ist kein Archivsystem im rechtlichen Sinne.

12.5 Der Nutzer ist berechtigt, ProfitPilot auch durch seine Mitarbeiter oder sonstige ihm zuzurechnende Personen (z.B. freie Mitarbeiter) nutzen zu lassen, soweit diese im Rahmen des Nutzerkontos oder zugehöriger Unterkonten berechtigt sind.

12.6 Der Nutzer stellt sicher, dass alle Nutzer des Kontos diese AGB einhalten. Er haftet für Handlungen und Unterlassungen der von ihm eingesetzten Personen wie für eigenes Verhalten.

12.7 Die Überlassung des Kontozugangs an Dritte außerhalb des Verantwortungsbereichs des Nutzers (z.B. externe Dienstleister ohne vertragliche Einbindung) bedarf der vorherigen Zustimmung der Anbieterin, soweit nicht nur in rein technischer Funktion (z.B. IT-Dienstleister zum Zwecke des Supports) auf das Konto zugegriffen wird.

12.8 Es ist dem Nutzer untersagt, ProfitPilot in einer Weise zu nutzen, die geeignet ist, die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Plattform zu beeinträchtigen. Hierzu zählen insbesondere:

  • der Versuch, unbefugten Zugriff auf Systeme der Anbieterin zu erlangen,
  • der massenhafte automatisierte Abruf von Daten (z.B. mittels Bots, Crawlern oder vergleichbaren Technologien), der über den vertragsgemäßen Gebrauch hinausgeht,
  • Belastungstests ohne vorherige Zustimmung der Anbieterin.

12.9 Soweit rechtlich zulässig, ist dem Nutzer ferner untersagt, ProfitPilot zu dekompilieren, zurückzuentwickeln oder Quellcode zu rekonstruieren, es sei denn, eine solche Handlung ist gesetzlich ausdrücklich erlaubt und zur Herstellung der Interoperabilität zwingend erforderlich. In diesem Fall ist der Nutzer verpflichtet, die Anbieterin vorab zu informieren und ihr Gelegenheit zu geben, die Interoperabilität auf andere Weise herzustellen.

§ 13 Nutzerinhalte, Rechteübertragung und unzulässige Inhalte

13.1 Der Nutzer kann im Rahmen von ProfitPilot projektrelevante Informationen, Dokumente, Notizen oder sonstige Daten hochladen und speichern (z.B. Angebots- oder Kalkulationsunterlagen).

13.2 Der Nutzer räumt der Anbieterin an diesen Inhalten ein einfaches, nicht ausschließliches, räumlich unbeschränktes, auf die Laufzeit des Nutzungsverhältnisses begrenztes Nutzungsrecht ein, soweit dies zur Speicherung, Anzeige, Verarbeitung, Sicherung und technischen Bereitstellung im Rahmen von ProfitPilot erforderlich ist.

13.3 Der Nutzer versichert, dass er über alle erforderlichen Rechte an den von ihm hochgeladenen Inhalten verfügt und dass durch die Nutzung dieser Inhalte in ProfitPilot keine Rechte Dritter (z.B. Urheber-, Marken-, Persönlichkeitsrechte) verletzt werden.

13.4 Es ist untersagt, über ProfitPilot rechtswidrige, strafbare oder sonst unzulässige Inhalte zu speichern oder zu verbreiten. Dazu zählen insbesondere:

  • Inhalte, die gegen Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder sonstige Schutzrechte Dritter verstoßen,
  • Inhalte mit strafbarem, volksverhetzendem, extremistischem oder beleidigendem Charakter,
  • Inhalte pornographischer oder jugendgefährdender Art.

13.5 Bei konkreten Anhaltspunkten für rechtswidrige Inhalte ist die Anbieterin zur Ergreifung von Maßnahmen nach Maßgabe des §17 berechtigt.

13.6 Der Nutzer stellt die Anbieterin von sämtlichen Ansprüchen frei, die Dritte wegen der Verletzung ihrer Rechte durch vom Nutzer eingestellte Inhalte oder wegen sonstiger vom Nutzer zu vertretender rechtswidriger Nutzung von ProfitPilot gegen die Anbieterin geltend machen. Die Freistellung umfasst auch die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.

13.7 Soweit eine Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag im Sinne von Art. 28 DSGVO erfolgt, gilt ergänzend die auf unserer Website bereitgestellte Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) in ihrer jeweils aktuellen Fassung.

§ 14 API-, Kalender- und Drittanbieter-Integrationen

14.1 ProfitPilot kann dem Nutzer optional die Anbindung an Drittanbieterdienste (z.B. Kalender-Dienste, Cloud-Speicher oder Projektmanagement-Tools) ermöglichen. Art und Umfang der jeweils unterstützten Integrationen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website der Anbieterin.

14.2 Soweit eine Kalenderintegration genutzt wird, beschränkt sich der Zugriff von ProfitPilot auf die Information „frei/belegt“. Inhalte, Beschreibungen oder konkrete Termine werden nicht ausgelesen. Die Anbieterin verarbeitet nur diejenigen Kalenderdaten, die für die Darstellung von Verfügbarkeiten im Tool erforderlich sind.

14.3 Die Nutzung von API-/Drittanbieterintegrationen setzt voraus, dass der Nutzer die hierfür erforderlichen Berechtigungen (z.B. OAuth-Zugriff auf den Kalenderdienst) erteilt. Der Nutzer kann diese Berechtigungen jederzeit direkt beim jeweiligen Drittanbieter widerrufen. In diesem Fall kann die entsprechende Integration nicht mehr genutzt werden.

14.4 Für die Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der angebundenen Drittanbieterdienste ist ausschließlich der jeweilige Drittanbieter verantwortlich. Störungen, Ausfälle oder Änderungen der API können die Nutzung der Integrationen beeinträchtigen, ohne dass hieraus Ansprüche gegen die Anbieterin entstehen, soweit diese die Störung nicht zu vertreten hat.

14.5 Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für Synchronisationsfehler, Datenverluste oder Fehlfunktionen, die auf Störungen oder Änderungen der Drittanbieter-APIs oder -Systeme zurückzuführen sind, soweit sie diese nicht zu vertreten hat. Der Nutzer bleibt verpflichtet, seine für die Geschäftsabwicklung relevanten Daten eigenständig zu prüfen und zu sichern.

§ 15 Keine Steuer-, Rechts- oder Unternehmensberatung; keine Erfolgsgarantie

15.1 ProfitPilot ist ein Kalkulations- und Auswertungstool, das den Nutzer insbesondere bei der Ermittlung von Margen, Zielpreisen, Projektprofitabilität und wirtschaftlichen Kennzahlen unterstützt. Die Anbieterin erbringt keine Steuer-, Rechts- oder Unternehmensberatung.

15.2 Die durch ProfitPilot bereitgestellten Berechnungen, Hinweise und Auswertungen basieren ausschließlich auf den eingegebenen Daten und allgemeinen Parametern und stellen keine verbindliche Steuer- oder Rechtsauskunft dar.

15.3 Insbesondere übernimmt die Anbieterin keine Gewähr dafür, dass

  • die steuerliche Behandlung (z.B. Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung, Einkünfte) zutreffend abgebildet wird,
  • die Kalkulationen den jeweils aktuellen steuer-, handels- oder verbraucherschutzrechtlichen Vorgaben entsprechen,
  • bestimmte Gewinne, Umsätze, Stundensätze oder Marktpreise erzielt werden.

15.4 Der Nutzer ist verpflichtet, bei Bedarf eigenständig steuerlichen oder rechtlichen Rat durch hierzu befugte Berufsträger (z.B. Steuerberater, Rechtsanwälte) einzuholen und die Ergebnisse von ProfitPilot nur als Hilfsmittel in seine Entscheidungsfindung einzubeziehen.

§ 16 Haftung, Haftungsbeschränkung und Drittanbieter-/Cloud-Abhängigkeiten

16.1 Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung der Anbieterin, ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

16.2 Für sonstige Schäden haftet die Anbieterin unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

16.3 Bei einfach fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung der Anbieterin auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.

16.4 Bei einfach fahrlässiger Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung ausgeschlossen.

16.5 Die Anbieterin haftet nicht für Störungen, Ausfälle oder Leistungsminderungen, die auf Umständen beruhen, die außerhalb ihres Verantwortungsbereichs liegen, insbesondere:

  • Ausfälle, Störungen oder Leistungsminderungen von Hosting-/Cloud-Anbietern,
  • Ausfälle oder Fehler von Internetverbindungen, Netzbetreibern oder Endgeräten des Nutzers,
  • Störungen oder Ausfälle des Zahlungsdienstleisters Stripe.

16.6 Soweit die Haftung der Anbieterin ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung ihrer gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.

16.7 Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, bleiben unberührt.

§ 17 Support, Fehler-/Bugmeldungen und Feedback

17.1 Die Anbieterin stellt für Anfragen zur Nutzung von ProfitPilot, zur Meldung von Störungen sowie für sonstige Rückfragen eine Kontaktmöglichkeit (insbesondere Kontaktformular oder E-Mail-Adresse) zur Verfügung; Art und Umfang des bereitgestellten Supports ergeben sich aus der jeweils aktuellen Beschreibung auf der Website der Anbieterin.

17.2 Ein individueller Supportvertrag mit garantierten Reaktions- oder Lösungszeiten (Service Level Agreements) wird nicht geschuldet. Die Anbieterin bemüht sich, gemeldete Störungen während der üblichen Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, jeweils 9–17 Uhr, mit Ausnahme gesetzlicher Feiertage am Sitz der Anbieterin) innerhalb einer angemessenen Frist zu prüfen und – im Rahmen ihrer technischen und organisatorischen Möglichkeiten – zu beheben.

17.3 Die Anbieterin bemüht sich, gemeldete Fehler (Bugs) in angemessener Zeit zu analysieren und nach eigenem Ermessen zu beheben oder durch geeignete Workarounds zu umgehen. Ein Anspruch auf Behebung jedes einzelnen Fehlers besteht jedoch nicht, sofern die Kernfunktionalität von ProfitPilot nicht erheblich beeinträchtigt ist.

17.4 Der Nutzer ist verpflichtet, bei Fehlermeldungen die aufgetretene Störung möglichst konkret zu beschreiben (insbesondere betroffene Funktion, Darstellung des Fehlerbildes, Zeitpunkt und – soweit zumutbar – Übermittlung von Screenshots oder Log-Auszügen), um eine effiziente Analyse zu ermöglichen. Änderungen an der eigenen Systemumgebung, die für die Störung ursächlich sein können (z.B. Browser-Plugins, lokale Sicherheitstools), teilt der Nutzer der Anbieterin auf Nachfrage mit.

17.5 Übermittelt der Nutzer der Anbieterin Vorschläge, Ideen, Verbesserungshinweise oder sonstige Anregungen zur Funktion oder Weiterentwicklung von ProfitPilot („Feedback“), räumt er der Anbieterin hieran ein einfaches, räumlich und zeitlich unbeschränktes, übertragbares und unterlizenzierbares Nutzungsrecht ein. Die Anbieterin ist berechtigt, das Feedback zu beliebigen Zwecken zu nutzen, insbesondere zur Weiterentwicklung und Verbesserung von ProfitPilot, ohne dass dem Nutzer hierfür eine Vergütung zusteht.

§ 18 Sperrung, Einschränkung und Löschung von Nutzerkonten

18.1 Die Anbieterin ist berechtigt, Nutzerkonten vorübergehend zu sperren oder die Nutzung bestimmter Funktionen einzuschränken, wenn der Nutzer mit Zahlungen in Verzug ist oder Missbrauchsverdacht besteht.

18.2 Bei konkreten Anhaltspunkten für rechtswidrige Inhalte ist die Anbieterin berechtigt, entsprechende Inhalte ohne Vorankündigung zu sperren oder zu löschen und das Nutzerkonto ganz oder teilweise zu sperren. Gesetzliche Meldepflichten bleiben unberührt.

18.3 Die Anbieterin ist ferner berechtigt, Nutzerkonten vorübergehend zu sperren oder endgültig zu deaktivieren, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Missbrauch des Kontos, für Sicherheitsrisiken, für erhebliche Verstöße gegen diese AGB oder für sonstige unzulässige Nutzungen vorliegen.

18.4 Die berechtigten Interessen des Nutzers werden hierbei angemessen berücksichtigt. Der Nutzer wird grundsätzlich vorab oder unverzüglich im Nachgang über die Sperrung informiert. Vor einer Sperrung wird der Nutzer – soweit möglich – unter Setzung einer angemessenen Frist zur Stellungnahme oder Abhilfe aufgefordert. Eine sofortige Sperrung ohne vorherige Ankündigung ist zulässig, wenn dies aus Sicherheitsgründen oder zur Abwehr drohender Schäden erforderlich ist.

§ 19 Vertragsbeendigung, Account-Löschung und Datensicherung

19.1 Das Nutzungsverhältnis beginnt mit der Registrierung des Nutzers und läuft auf unbestimmte Zeit, sofern es nicht durch Kündigung oder Löschung des Accounts beendet wird.

19.2 Der Nutzer kann sein Nutzerkonto jederzeit in Textform oder über die vorgesehenen Funktionen innerhalb der Plattform löschen lassen, sofern keine laufenden entgeltlichen Tarife entgegenstehen oder gesetzliche Aufbewahrungsfristen eine sofortige Löschung verhindern.

19.3 Nach Beendigung des Nutzungsverhältnisses ist die Anbieterin berechtigt, das Nutzerkonto und die darin gespeicherten personenbezogenen Daten nach Ablauf von grundsätzlich 30 Tagen zu löschen, soweit dem keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Die regelmäßigen Fristen werden in der Datenschutzerklärung konkretisiert.

19.4 Der Nutzer ist verpflichtet, vor Beendigung des Vertragsverhältnisses eigenverantwortlich seine in ProfitPilot gespeicherten Daten, Exporte und sonstigen Inhalte zu sichern. Ein Anspruch auf nachträglichen Datenexport nach Löschung des Accounts besteht nicht.

§ 20 Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrechte, Abtretung

20.1 Der Nutzer kann gegen Forderungen der Anbieterin nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Zur Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts ist der Nutzer nur befugt, wenn sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.

20.2 Die Abtretung von Ansprüchen des Nutzers gegen die Anbieterin ist nur mit vorheriger Zustimmung der Anbieterin in Textform zulässig. § 354a HGB bleibt unberührt.

§ 21 Höhere Gewalt und sonstige Leistungsverhinderungen

21.1 Höhere Gewalt im Sinne dieser AGB sind Ereignisse, die außerhalb des Einflussbereichs der Anbieterin liegen, bei Vertragsschluss nicht vorhersehbar waren und deren Auswirkungen auch durch zumutbare Sorgfalt nicht hätten verhindert werden können. Hierzu zählen insbesondere:

  • Naturkatastrophen,
  • Pandemien und behördlich angeordnete Maßnahmen,
  • Krieg, Terrorakte, Aufruhr,
  • flächendeckende Strom- oder Infrastrukturausfälle,
  • längerfristige Ausfälle von Rechenzentren oder Cloud-Infrastrukturen,
  • sonstige vergleichbare, durch die Anbieterin nicht zu vertretende Ereignisse.

21.2 Beim Vorliegen höherer Gewalt ist die Anbieterin für die Dauer des Hindernisses von der Leistungspflicht befreit. Fristen und Termine verlängern sich um die Dauer des Ereignisses zuzüglich einer angemessenen Wiederanlaufzeit.

21.3 Dauert die Störung länger als 60 Tage ununterbrochen an, sind beide Parteien berechtigt, das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund mit Wirkung für die Zukunft zu kündigen.

§ 22 Änderung der AGB

22.1 Die Anbieterin ist berechtigt, diese AGB bei laufenden Dauerschuldverhältnissen (insbesondere Abonnements und „Lifetime“-Zugänge) aus sachlichen Gründen mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, insbesondere bei:

  • Änderungen von Gesetzgebung oder Rechtsprechung,
  • behördlichen Vorgaben,
  • Änderungen technischer Rahmenbedingungen,
  • Erweiterung, Anpassung oder Einschränkung der Leistungen.

22.2 Geplante Änderungen werden dem Nutzer mindestens vier Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit einer Gegenüberstellung der alten und neuen Regelungen mitgeteilt. In der Mitteilung wird besonders auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens hingewiesen.

22.3 Widerspricht der Nutzer den Änderungen nicht innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Schweigen wirkt jedoch nur hinsichtlich Nebenbestimmungen als Zustimmung – die Hauptleistungspflichten (Art und Umfang der Leistung, Entgelt) werden durch eine AGB-Änderung nicht zu Ungunsten des Nutzers verändert, ohne dass ihm ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt wird.

22.4 Widerspricht der Nutzer fristgerecht, wird das Vertragsverhältnis zu den bisherigen Bedingungen fortgeführt. Die Anbieterin ist in diesem Fall berechtigt, das Vertragsverhältnis mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende ordentlich zu kündigen, soweit keine zwingenden Gründe entgegenstehen.

§ 23 Schlussbestimmungen

23.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

23.2 Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz der Anbieterin. Die Anbieterin ist jedoch berechtigt, den Nutzer auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

23.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt diejenige wirksame und durchführbare Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Regelungslücken.

23.4 Diese AGB können zu Informationszwecken in mehreren Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Maßgeblich und rechtlich verbindlich ist ausschließlich die deutsche Fassung.

AGB-Stand: 05.06.2026

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